Unser Jahreskonzert 2010 unter dem Motto 10 Jahre Fabian Metz

Sonntag, 9. Mai 2010

Zu einem ganz besonderen Konzert lud der Musikverein Jockgrim und sein Dirigent Fabian Metz ein: zum einen hatte man sich einen neuen, späteren Termin ausgesucht – den Muttertag. Zum anderen ist Fabian Metz nun schon seit 10 Jahren musikalischer Leiter des Blasorchesters. So präsentierte Fabian Metz mit seinen Musikerinnen und Musikern im leider nicht ganz voll besetzten Bürgerhaus einige herausragende Stücke dieser 10 Jahre und natürlich auch neu einstudierte Werke.

Mit dem Konzertmarsch Euro Celebration von André Waignein, der eigens für die Euro-Einführung komponiert wurde, legte die Kapelle einen schwungvollen Start hin. Weiter ging es mit der Auftragskomposition „Kraftwerk“ des bekannten niederländischen Komponisten Jacob de Haan für die fränkische Gemeinde Grafenrheinfeld. Das Werk stellt die beiden Begriffe „Kraft“ und „Werk“ eindrucksvoll gegenüber. Es zeichnet die Geschichte der Gemeinde von der Industrialisierung, Zerstörung durch Krieg und den Wiederaufbau nach. Das Wechselbad der Geschichte wurde vom Orchester durch die leisen und gefühlvollen Passagen im Wechsel mit lauten, ja fast erschreckenden Abschnitten, in der mit einer Sirene ein Luftangriff nachgezeichnet wurde, eindrucksvoll  inszeniert. Nach diesem schweren Stück gönnten die Akteure dem aufmerksamen Publikum eine kleine Erholung, die in Form der beschwingten, weltweit bekannten „Schwarzwaldfahrt“ von Horst Jankowski vorgetragen wurde. Weiter ging es dann mit dem Tongemälde „Pilatus – Mountain of Dragons“ von Steven Reineke. Es beschreibt den dramatischen Kampf gegen die Drachen im schweizerischen Bergmassiv Pilatus. Auch hier wurden die Zuhörer mit ruhigen und harmonischen sowie heftigen Phasen regelrecht in das Kampfgeschehen einbezogen. Mit dem guten und versöhnlichen Ausgang dieser Geschichte wurden Publikum und auch die Aktiven in die Pause entlassen.
Mit einem bekannten Musical wurde der 2. Teil eröffnet: Melodien aus „Joseph“ von Andrew Lloyd Webber in einem Arrangement von Michael Sweeney holte die Kapelle seine Zuhörer aus der Pause wieder ab. Die allseits bekannten Filmmelodien von Elmer Bernstein aus dem Film-Hit „Die glorreichen Sieben“ (arrangiert von Manfred Schneider) ließen wohl zahlreiche Zehenspitzen im Saale mit wippen. Mit Ross Roy, einer weiteren Komposition des Niederländers Jacob de Haan, wurde die Entwicklung des Menschen in der Schulzeit beschrieben. Naturgemäß auch eine abwechslungsreiche Angelegenheit, dessen vielfältigen Stimmungen in diesem Werk beschrieben und vom sehr gut aufgelegten Orchester nahezu perfekt umgesetzt wurde.
Vor diesem letzten Stück bedankte sich die Vorsitzende Stefani Wesner bei allen Verantwortlichen, die für das Gelingen des „Muttertagskonzertes“ beitrugen. Allen voran dem Dirigenten Fabian Metz, den sie auch für seine Leistung und die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 10 Jahren lobte. Als besonderes Dankeschön überreichte sie ihm eine Collage auf der alle Musikerinnen und Musiker abgebildet sind. Christine Kantz und Heinz Brecht erläuterten in verbindlichen, teils humorvollen Worten die vorgetragenen Stücke.
Natürlich gab es auch die vom begeisterten Publikum stürmisch geforderte Zugabe. Der Dirigent ließ es sich nicht nehmen, den Radetzky-Marsch höchst persönlich anzusagen – allein die Kapelle ließ ihn dann zum ersten Male an diesem Abend im Stich: zunächst schepperte es beim Schlagzeug, bevor es nach den ersten Takten des bekannten Marsches auch in der übrigen Kapelle kreuz und quer bis hin zum Narrhallamarsch durch die Marschliteratur ging. Mit dem Marsch-Konfetti konnte natürlich nicht Schluss sein: das zufriedene Publikum wurde mit dem sauber intonierten Fliegermarsch nach Hause entlassen.

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